Carlo Berte

geb.1939 in Piacenza, Italien

Alte, benutzte Leinwände dienen Carlo Bertè als Träger für seine Malerei. Durch den Trockenprozess entstehen Fehlstellen in seinen Übermalungen, welche er, einem Restaurator vergleichbar, anschließend teils wieder herstellt oder bewusst in sein Bild integriert. Die menschenleeren Szenerien, die auf diese Weise entstehen, sind vom Thema der Katastrophe inspiriert. Dieses wurde bei Bertè nicht nur durch den besonderen Schaffensprozess, sondern auch durch sein Interesse an den nächtlichen Szenen, Traumlandschaften und rätselhaften, teils brennenden Ruinen der phantastischen Architekturen des Barockmalers Monsù Desiderio angeregt, welcher erst 1957 in Gustav René Hockes bahnbrechenden Buch zum Manierismus wiederentdeckt wurde.

Bertè selbst wurde 1939 in Piacenza geboren. Er besuchte zunächst eine private Kunstschule, bevor er zu Mauro Regianni an die Kunstakademie Brera wechselte. Während seiner Zeit in London und Paris (1975-80), stand Carlo Bertè im Austausch mit zahlreichen Künstlern und Intellektuellen, darunter dem Kunsthistoriker Patrick Waldberg, Maler André Masson, und dem Schriftsteller Italo Calvino. Heute lebt und arbeitet Carlo Bertè in Mailand. Er richtete bislang mehr als 60 Einzelausstellungen in ganz Europa, Japan und Dubai aus. Mehrere seiner Werke sind Teil der Sammlung des Ricci Oddi Museum für Moderne Kunst in Piacenza.

2016
Sormani Library, Mailand (Italien)

2015
Officina delle Arti – Piacenza (Italien)

2014
Galleria L’Arte – Cremona (Italien)

2013
Civil Museum Palazzo Farnese, Piacenza  (Italien)

2012
Italian Institute of Culture, San Francisco (USA)

2010
La Hune Brenner Gallery, Paris (Frankreich)

2007
LPS Gallery, Latina  (Italien)

2005
La Hune Brenner Gallery, Paris (Frankreich)

2004
Castello della Lucertola, Apricale  (Italien)

Kunstwerke

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