Francesco Falace

geb.1987 in Caserta, Italien

Francesco Falace, geboren 1987 in Caserta in Kampanien, beschäftigt sich in seinen Arbeiten insbesondere mit Oberflächen und Strukturen. Dabei gilt sein Hauptinteresse der Auseinandersetzung mit und Erprobung unterschiedlichster Techniken. Wie er sagt, ist er auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten. Seine künstlerische Arbeit versteht er als dauernde Weiterentwicklung. Dabei greift er auf außergewöhnliche Malmittel zurück, etwa Teer. Auch arbeitet er selten mit Pinseln, sondern verwendet andere Werkzeuge, oftmals Fundstücke. In dieser Hinsicht nimmt er sich Künstler wie den Griechen Jannis Kounellis zum Vorbild.

Teer, sonst im Straßen- oder Hausbau verwendet, fasziniert den Künstler durch seine zähflüssige Konsistenz. In der Farbgebung sind zahlreiche tonale Abstufungen möglich, von tiefstem Schwarz bis zu gebrochenem Weiß. Verstärkt wird die Wirkung der feinen Nuancen durch die sorgfältige Vorbereitung des Malgrundes: Falace behandelt die Leinwand mit Gesso, einer traditionellen, weißen Grundierung mit Gips oder Kreide. Diese wird Teil der Arbeit, indem sie durchscheint durch Kratzer und Spuren, die er der Oberfläche zufügt. In diese „Wunden“ kann der Teer wiederum eindringen. Es zeigt sich außerdem der Einfluss von Drucktechniken: Falace überzieht oftmals Gegenstände mit Teer, presst diese auf den Untergrund und erzeugt so einen Abdruck.

Der Künstler kombiniert das zeitgenössische Material mit überlieferten Techniken. Alle Arbeiten sind dreidimensional, auch wenn es sich auf den ersten Blick um klassische Tafelbilder handelt: Risse, Linien und Furchen führen in das Bild hinein. Einklebungen aus Stoffen, Seilen oder aus Gips, oft in archaisch anmutenden Formen, führen aus der Fläche hinaus. In der formalen Reduktion verbunden mit aufwendiger, präziser Umsetzung liegt der besondere Reiz der Werke Francesco Falaces.

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